Stilarten

Weltweit gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Tätowiertechniken- und Stilen. In einigen Ländern gibt es sogar noch Tätowierer, welche traditionelle Tätowierungen von Hand anfertigen. Auch dort gibt es diverse Methoden, wie man die Farbe in die Haut bekommt.

Eines haben die von Hand erzeugten Tätowierungen (d.h. ohne Hilfe von elektrisch angetriebenen Tätowiermaschinen) in der Regel gemeinsam:
Die Motive sind zumeist recht vereinfacht und haben relativ kräftige Konturen. Von Hand kommt man nicht an dieselbe Gleichmäßigkeit heran, wie mit einer Tätowiermaschine, die mit z.B, 100 Hüben/Sek und einer konstanten Stichtiefe arbeitet.

"Elektrische" Tätowierungen, die es nun auch schon seit ca. 100 Jahren gibt, haben sich aufgrund vieler Vorteile schon lange durchgesetzt.

Das heisst nicht, dass es nicht möglich ist sauber und gleichmässig von Hand zu tätowieren. Es benötigt jedoch viel Erfahrung, saubere Linien und gleichmäßige Flächen/Farbverläufe um von Hand zu stechen; und auch hier gibt es einige Tattoo-Meister, vor allem im asiatischen Raum, die wirklich beeindruckende Werke auf diese Weise anfertigen.

Aufgrund der großen Vielfalt, Überschneidungen und Weiterentwicklungen der verschiedenen Stile ist es nicht möglich hier alle zu nennen, jedoch werden wir versuchen, die wichtigsten Arten hier kurz zu beschreiben.

Asiatisch, Japanisch, Oriental

Stilisierte (einfach dargestellte), meist recht grossflächig angelegte Motive der östlichen Mythologie, wie z.B. Koi Karpfen, Lotus - Kirschblüten, Drachen, Drachentöter, Samurais etc.


Wenn die Tätowierungen im Stil eines japanischen Anzuges tätowiert werden, wird der Hintergrund dunkel angelegt, meist in Form von einfach dargestellten Wolken, Wind und Wasser.


Biomechanik

Wie es der Name bereits sagt, vereinen die Motive dieses Stiles technische Details mit Organischem. Ein gutes Beispiel hierfür, sind die meisterhaften Kreationen des Schweizer Künstlers H.R Giger (‚Vater' des ALIEN), die schon viele Tätowierer inspiriert haben.

Blackwork

Tätowierungen, die nur in Schwarz- und Grautönen gestochen werden.
Ist eigentlich nicht unbedingt eine eigene Stilrichtung, da man alle Motive in schwarz / grau umsetzen kann.

Celtic, Keltisch

In sich geschlossene Knotenmuster, meist mit schwarz angelegtem Hintergrund. Werden teilweise mit Tribals verwechselt, haben aber einen anderen Ursprung.

Fantasy

Motive aus dem Fantasy-Bereich, beispielsweise Drachen, Krieger, Zauberer, Hexen, Elfen, Gnome, Fabelwesen etc.

Fineline

Motive mit hohem Detailreichtum, sehr feine und komplizierte Linienführung.
Wenn zu fein tätowiert wird, ist die Haltbarkeit des Motives recht begrenzt, da die Details verwachsen. Daher wird Fineline im eigentlichen Sinne nicht mehr sehr oft tätowiert.

Floral

Pflanzen / Blütenmotive


Maori

Maori Tattoos kommen aus den Traditionen der Maori Indianer, den Ureinwohnern Neuseelands ! Maori Tattoos waren Stammesrituale, welche tapfere Krieger auszeichnete. Maori Tattoos werden meistens in schwarz gestochen.

Realistic, Natural

Fotorealistische Tätowierungen, z.B. Portraits, Tiermotive, Pflanzen. Grundsätzlich ist alles möglich, was die eigene Phantasie hergibt.

Traditional, Traditionell oder auch Oldschool

Vereinfachte Motive, meistens recht bunt ohne fein ausgearbeitete Schattierungen.
Zu ihnen zählen Motive wie z.B. Segelschiffe, Seemannsgräber, Pin-Up Girls, Dolche sowie Tiermotive.


Tribal, Ornamente

Ursprünglich schwarze Motive oder Ornamente bestehend aus schwarzen Balken und Linien. Die meisten Tribals kann man aber auch schattiert, nicht komplett schwarz anlegen, was den Motiven so mehr optische Tiefe und Gefälligkeit verleiht. Oder man hinterlegt sie mit einem Schlagschatten. Man kann auch Z.B. Tiere, Drachen und Florales in Tribalform darstellen, das ähnelt dann einem Scherenschnitt.


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