Piercing Material

Für den Ersteinsatz sollte in jedem Fall (wie es der Gesetzgeber verlangt) sterilisierter Schmuck verwendet werden, dessen Nickel Gehalt unter 0,05% in der Gesamtmasse liegt und biokompatibel (körperverträglich) ist. Geeignet wären Titan, nickelfreier Stahl, Niobium, PTFE und Gold 18kt.

Titan Grad 23

Titan ist ein sehr leichtes und elastisches Material, widersteht auch den aggressivsten Umwelteinflüssen und zeichnet sich durch sehr hohe Körperverträglichkeit aus. Durch Anodisieren können verschiedene, jedoch langfristig unbeständige Farben erzielt werden. Idealerweise sollte man implantatfähiges Titan Grad 23 nehmen (grade 23 surgical titanium). Dies ist zum dauerhaften Verbleib im Körper geeignet und wird auch für medizinische Implantate wie Hüftgelenke, Schrittmacher oder Herzklappen verwendet. Die genaue Bezeichnung ist Ti6AL 4V Eli. Das "Eli" steht für "Extra low interstitial" und bezeichnet eine spezielle Veredlung in der Fertigung, die für extrem wenig Verunreinigung steht. Seine Biokompabilität ist vielfach dokumentiert und international medizinisch anerkannt. Titan Ti6Al 4V Eli hat den Präfix "F" in der ASTM (F-136). Dies bedeutet, dass es den höchsten Status bei medizinischen Materialien hält. Momentan existiert keine höhere Qualifikation. Giahi verwendet ausschliesslich Titan in der höchsten Qualität (Grad 23 Titan) (Ti6 AL4V Eli), da es für diesen Zweck die besten Materialeigenschaften aufweist.

Chirurgenstahl

Chirurgenstahl besteht aus einer Eisenlegierung, die auch einen gewissen Nickelanteil enthält. Das Nickel ist allerdings an die anderen Metalle der Legierung gebunden. Nickelsalze gelangen dadurch nur dann in den Körper, wenn die Piercingstelle verwundet oder frisch gestochen ist. Alle in Europa verkauften Piercings, die aus Chirurgenstahl bestehen, müssen die EU- Richtlinien einhalten und dürfen Europaweit nur als Zweiteinsatz angeboten werden. Da Chirurgenstahl in der Regel eben geringe Mengen an Nickel aufweist, ist er als Erst-Piercing ungeeignet. Außerdem wird Chirurgenstahl(316L) in der Medizin für Knochenfixierungsschrauben, Knochenplatten, Drähte, Klammern oder sogar für Herzschrittmacherelektroden verwendet.

Gold

Weiß- oder Gelbgold muss richtig legiert sein, damit es verträglich ist. Für den Ersteinsatz kommt nur 18 karätiges Gold, auch 750er-Gold genannt, in Frage. Die im Gold enthaltenen Restlegierungen müssen biokompatibel sein.Dennoch kann Goldschmuck zu allergischen Reaktionen oder Entzündungen führen.

Goldschmuck mit 375 oder 585 Anteilen Gold sind auch am Stempel zu erkennen, jedoch bei weitem nicht so hochwertig wie 750er Gold. Für den Ersteinsatz sollte in jedem Fall, so wie es der Gesetzgeber erwünscht, sterilisierter Schmuck verwendet werden, dessen Nickelgehalt unter 0,05% in der Gesamtmasse liegt.

Giahi verwendet in all Ihren Shops natürlich nur 18K Gold.

Silber

Silber ist für den Ersteinsatz von Piercingschmuck völlig ungeeignet! Für bereits verheilte Piercings durchaus zu verwenden, wenn es sich wirklich um 925 er Silber (Sterlingssilber) handelt. Sterlingssilber besteht zu 925 Teilen aus Silber, die restlichen 75 Teile sind Kupfer. Kein Problem also für Nickelallergiker. Es gibt jedoch auch Menschen mit einer Silberallergie. Silber hat zudem auch (noch eher als Gold) die Tendenz "anzulaufen", unter Umständen sogar schwarz zu werden.

PTFE

PTFE heißt Polytetrafluorethylen- auch als Teflon bekannt- und ist ein thermoplastischer Kunststoff, der sich aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften optimal zum Piercen bzw. zum dauerhaften Tragen von Piercingschmuck unter der Haut eignet. PTFE verfügt über eine sehr glatte und dadurch gleitfähige Oberfläche an der kaum Fremdsubstanzen (wie z.B. beim Piercen Wundsekret) haften bleiben. Aggressive Chemikalien greifen PTFE nicht an. Dies ist z.B. wichtig beim Einsatz in Schleimhäuten. In der Medizin wird PTFE häufig für Mittelohroperationen, als Ersatz-Blutgefässe ( Venen ) oder gar für kleine Gesichtskorrekturen genutzt.

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